Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 500 Tausend Mark
Foto: Marktplatz (Rathausstraße)
Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 1 Milliarde Mark
Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 500 Milliarden Mark

Einstmals zwölf Brauereien in der Stadt

von Melanie Proske

Das coronabedingte Wirtshaussterben ist der bisherige Abschluss einer Entwicklung, die schon seit Jahrhunderten anhält. In der Vergangenheit hat es in Gunzenhausen zwölf Brauereien gegeben und mehr als 70 Wirtshäuser. Auf 360 Seiten dokumentiert der gebürtige Gunzenhäuser Lothar Hiemeyer in seinem jetzt erschienenen Buch die Geschichte dieser Braustätten, der Mälzereien und der Felsenkeller, von Letzteren existierten 24 am Burgstallwald und am südlichen Reutberg. Das repräsentativ aufgemachte Buch ist das Ergebnis jahrelanger Forschung in Archiven und vieler Recherchen bei den Nachkommen der einstigen Brauerfamilien.
Die 360 Seiten sind aber nur ein Teil seiner Forschungsergebnisse, denn Lothar Hiemeyer bringt im Herbst einen zweiten Band mit der Darstellung aller Gaststätten in Gunzenhausen (bis 1945) heraus. Viel Unterstützung haben ihm das Staatsarchiv in Nürnberg, das Stadtarchiv Gunzenhausen, der Altmühl-Bote, der Privatsammler Hans Himsolt und nicht zuletzt die Unternehmerfamilie Thomas und Barbara Riedel (Huber & Riedel) gewährt.

Das Stadtrechnungsbuch von 1450 gibt die ersten Hinweise auf Brauereien in der Stadt. Namentlich werden Wilhelm Kun, Sixt Behem und Hans Schreiner als die ersten Brauer genannt und ihrem Alter nach beschreibt der Autor die Adlerbräu (Marktplatz 10) , Stotz-Röschel (Marktplatz 45), Goldene Krone (Marktplatz 29), Zur Post (Bahnhofstraße 7), Steinhäußer (Kirchenstraße 13), Zum schwarzen Bären (Marktplatz 4), Zur Sonne (Marktplatz 27), Zum schwarzen Bären (Marktplatz 4), Goldener Engel (Marktplatz 33), Blauer Wolf (Marktplatz 9), Herrschaftlliches Brauhaus (Bahnhofstraße), Goldener Stern (Weißenburger Straße 19) und Rotes Ross/Lehner (Weißenburger Straße 24).
Das Wasser kam bis ins 20. Jahrhundert u.a. von den Büchelberger Quellen, die Markgraf Carl Wilhelm Friedrich 1746 errichten ließ. Gebraut wurde das untergärige Bier nach der Brauordnung von 1539 zwischen Michaeli (29. September) und Georgi (23. April). Als Lagerstätten für das aus der Altmühl geschlagene Natureis dienten die Keller am Rande des Burgstallwalds, denn sie garantierten eine gleichbleibende Temperatur von sechs bis acht Grad. Erst viel später (1876 erfand Carl von Linde die Kältemaschine) gab es technische Hilfe. Die „goldenen Zeiten“ freilich hat es nie gegeben, denn schon immer beherrschten Veränderungsprozesse das wirtschaftliche Leben. So reduzierte sich die Zahl der Brauereien um das Jahr 1900 auf vier (Postbräu, Adlerbräu, Engelbräu und Lehner) und auch sie gaben in den frühen zwanziger Jahren auf. Geblieben ist bis 1998 die Adlerbräu (Brauhaus Gunzenhausen).


Foto: Anzeige des Brauhaus' Gunzenhausen aus dem Jahr 1913

Der älteste Nachweis der Brauerei „Goldener Adler“ (Adlerbräu) stammt aus dem Jahr 1564. Die Restauration erlebte das Freudenfest anlässlich der Vermählung des Markgrafen CWF 1729, wobei 22 Reiter 76 Maß Bier an einem Tag konsumierten. 1805 nächtigte der französische Marschall Graf Bernadotte und sogar mit dem Mord an Kaspar Hauser 1833 wird das Haus in Verbindung gebracht. Die Familie Müller ist seit 1868 im Besitz der Brauerei und des Gasthauses (Adlersaal seit 1910, die Bavaria-Lichtspiele wurden 1949 eingebaut). Eine zwiespältige Berühmtheit erlangte die „Saalschlacht“ von 1929, als NSDAP-Anhänger und ihre Gegner aneinandergerieten und das Mobiliar zerschlugen. Karl Müller, genannt „der Bamber“, war eine prägende Persönlichkeit, der bestrebt war, die Unternehmenstätigkeit auszubauen. Zeitweilig belieferte das Brauhaus an die … Wirtschaften im Umkreis, sogar in Nürnberg wurde Gunzenhäuser Bier getrunken. Die Brautätigkeit wurde 1998 eingestellt. Anstelle der Brauerei entstand in der Regie der Nachkommen ein Erweiterungsbau für das Hotel.

 

Aus einem Fremdenverkehrsprospekt 1913 stammt diese Werbung für das Brauhaus Gunzenhausen, das erst 1998 als letzte Braustätte der Stadt den Betrieb einstellte.


Zu den drei ältesten Braustätten zählt die Brauerei Stotz-Röschel (später „Bürgerstube“ am Marktplatz 45 und heute Teil der Sparkasse). Bereits 1469 hat der Inhaber das „Umgeld“ (eine Art von Getränkesteuer) entrichtet. Der Wirt Johann Michael Störtzer hat 1729 das Weißbrot ins Schießhaus geliefert, wo die markgräflichen Bediensteten ihre Becher auf das Wohl ihres neuen Fürstenpaares erhoben. Nach dem Besitzer Johann Thomas Stotz (1763) wurde das Haus auch das „Storzeneck“ genannt. Christian Heinrich Röschel erwarb es 1853 und begründete die lange Bierbrauertradition der Familie. Nachdem die Großbrauereien ihre Absatzmärkte später bis in die ländlichen Gegenden ausdehnten, musste der Betrieb 1925 eingestellt werden. In guter Erinnerung ist noch das Bier- und Weinlokal „Bürgerstube“, das 1945 von Johann Ludwig Guthmann erworben wurde, der das Haus 1969 an die Sparkasse veräußerte. Bis heute ist der beliebte „Röschelskeller“ weitgehend im Original erhalten geblieben.


Am Marktplatz 29 (heute: Parfümerie Neidhardt) stand einst die Brauerei „Zur goldenen Krone“. Die Namen der Brauer und Wirte wechseln in den Aufzeichnungen immer wieder. Das gilt für die meisten Familien dieser Branche in jener Zeit. Man kannte sich und so war es in der kleinen Welt der Stadt ganz selbstverständlich, dass die Söhne und Töchter untereinander heirateten, schon allein um den Familienbesitz zusammenzuhalten und zu mehren. 1868 endete die Brautätigkeit, aber der Sommerkeller-Betrieb ging weiter. 1908 ging das Haus an den Ansbacher Wilhelm Neidhardt. Noch heute ist das Haus in Familienbesitz.


1633 wird in den Annalen der Stadt die Brauerei „Zur Post“ erstmals genannt. Das Haus in der Bahnhofstraße 7 war ab 1681 die Thurn- und Taxissche Posthalterei (bis 1849). Der Verfasser hat die Eigentümer über alle die Jahrhunderte ist akribischer Forschertätigkeit ermittelt. Zu den prominentesten Gäste zählte 1788 Johann Wolfgang von Goethe, der auf seiner Rückreise von Italien hier nächtigte. 1840 kehrte der bayerische König Ludwig I. ein. Ein festliches Dinner gab Wirt Georg Goppelt 1874 zum Gedenken an die Schlacht bei Sedan. Ein Foto zeigt Kronprinz Rupprecht, als er 1909 in der „Post“ abstieg. Im Inflationsjahr 1923 musste der Braubetrieb eingestellt werden. Julius Finkler, als Grandseigneur bekannt, gab das Haus 1951 an den Metzger und Gastwirt Friedrich Ehmann weiter, 1986 baute der Garmischer Zahnarzt Johannes Gather die „Post“ um. Es folgten Karl Seubert (Wolframs-Eschenbach) und Rolf Loos als Eigentümer. Seit 2014 führt der Metzgermeister und Gastwirt Josef Arnold die alte Wirtetradition fort.


Die Brauerei Steinhäußer lässt sich 1692 in der „Höll“ nachweisen. Sie dürfte aber schon 1720 eingegangen sein, wie Lothar Hiemeyer eruiert hat. Der jüdische Kaufmann Hellmann war der Eigentümer (bis 1938). Der Rest des Gebäudes wurde 1981 abgerissen. Andreas Schwarm war der letzte Bewohner.


Bis in das Jahr 1675 lassen sich die Besitzverhältnisse der Brauerei „Zur Sonne“ (Marktplatz 42) belegen. In der Nachbarschaft standen einst die ältesten Häuser Gunzenhausens. Bis 1748 war hier ein Brauer tätig. Von dem originellen Gunzenhäuser Junggesellen Waldemar („Waldi“) Müller konnte Fotomeister Braun das Haus an prominenter Stelle am Marktplatz erwerben.


Wo heute an der Ecke Oettinger Straße/Marktplatz das Cafe Schmidt steht, da gab es ab 1651 die Brauerei „Zum schwarzen Bären“, auch „Mausfallwirtschaft“ genannt. Es hat häufige Besitzerwechsel gegeben, einer war Georg Wilhelm Späth (1799), der in den Geschichtsbüchern als „Billardier und Buchhändler“ in Erscheinung trat. Das Haus wurde am 18. Januar 1942 von einem Großfeuer zerstört und wieder aufgebaut. Auf vielen Fotos ist es als Parteilokal der NSDAP zu erkennen. Die AOK zog 1951 in die Geschäftsräume ein, dann folgte ein Drogeriemarkt und seit 1997 ist die Bäckerei Schmidt ansässig.


Foto: Karte von 1879 mit den damals bestehenden Felsenkellern

Die Karte von 1879 zeigt die damals bestehenden Felsenkeller am nördlichen Burgstall entlang der Frickenfelder Straße. Die innerhalb der roten Markierung befindlichen  Kelleranlagen sind mit Erde abgedeckt und nicht mehr zugänglich.


Der Autor nimmt an, dass die Brauerei „Zum goldenen Engel“ am Marktplatz 33 (heute: KiK) schon im 16. Jahrhundert bestanden hat, denn 1584 wird Martin Steinhäußer als „weißer Bierbräu“ erwähnt. In den Kirchenbüchern taucht das Haus aber erst 1702 auf. Der „Engelwirt“ Johann Adam Deuerlein war markgräflicher Hoflieferant. Übrigens logierte der Baumeister des Markgrafen, Johann David Steingruber, 1748/49 zweimal im Gasthof, dessen Saal Platz für „große Productionen“ bot. Der Spielberger Bierbrauer Josef Gentner übernahm das Haus 1874, sechs Jahre später brannte es bevor Johann Georg Braun 1893 als neuer Eigentümer der „Braunschen Bierbrauerei“ auftrat, denn der Vorbesitzer hatte den „Engel“ mit zu seinem neuen Gasthaus in der Zufuhrstraße 7 (früher: Arbeitsamt) genommen. Braun war übrigens von 1919-27 Bürgermeister. Die Dienste der Brauerei endeten 1922, aber der Sommerkellerbetrieb ging weiter. Die rückwärtigen Gebäude in der Waagstraße wurden 1977 abgebrochen.


Der „Blaue Wolf“ (Marktplatz 9 (heute: Hotel garni der Familie Bauer) besteht seit 1658. Entsprechende Nachweise als Bäcker und Bierbrauer (damals eine häufige Verbindung) liegen vor. Der Eigentümer Johann Zippel aus Merkendorf nannte das Haus „Grauer Wolf“, erst 2003 kehrte die Familie Bauer zum „Blauen“ zurück. Der Sohn Georg Zippel liefert eine nicht alltägliche Story: er verlobte sich am 31. Mai 1933 mit der Berlinerin Erika Seider, die persönliche Beziehungen zur Familie des deutschen Kaisers Wilhelm II. hatte. Bedauerlicherweise starb er 29-jährige an einer Pilzvergiftung. Dass sich seine Majestät beehrt hatte, auf einer Karte die Verlobung anzuzeigen, das war schon sehr bemerkenswert. Wie gut, dass die frühere Wirtin Erika Dersch dieses schriftliche Zeugnis bis heute gut aufbewahrt hat. Mit Unterbrechung hat die Brauerei bis 1880 bestanden.


Als „Herrschaftliche Brauerei“ wird das markgräfliche Brauhaus in der Nürnberger Straße 81 (heute: Haus „Silo“) genannt. Markgraf Johann Friedrich gründete es 1679, um durch das seit 1434 gültige Umgeld zusätzliche Steuereinnahmen zu bekommen. Auf dem Grundstück gab es nicht nur die Brauerei, sondern auch eine Landwirtschaft mit Schweinemast, Pferdestall und Hopfengarten. Ein Teilgebäude, das heutige Hotel „Krone“, war das Wohnhaus des Braumeisters. Dem fürstlichen Unternehmen war aber wenig Erfolg beschert, denn der „Bierbann“, den der Regent gegen elf Orte in der Nachbarschaft verhängte, sorgte mächtig für Ärger. Er bedeutete, dass in diesen Orten kein anderes Bier ausgeschänkt werden durfte als das aus der fürstlichen Brauerei. Und die privaten Brauer der Umgebung durften den fürstlich verfügten Preis nicht unterbieten. Die Folge: der kalkulierte Absatz von 4000 Eimern (entspricht 256000 Litern) wurde nie erreicht und ging in wenigen Jahren sogar bis auf 1239 Eimer zurück. Der erfolglose Betrieb sollte folglich an die Stadt abgegeben werden, aber dagegen waren die Bürgermeister Steinhäußer und Störzer, beide selbständige Brauer. Es folgten mehrere Besitzwechsel bis Georg Adam Schuler aus Sammenheim übernahm, der immerhin 40 Jahre den Betrieb führte. 1864 kauften sich die Gebrüder Eidam ein, mussten aber schon 1919 Konkurs anmelden. So drehte sich das Karussell weiter und weiter bis 1923 die „Hensoltshöhe“ einstieg und dort eine Fachakademie zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen sowie einen Hort schuf. Die Stadt hat das dominante Gebäude an den Staat verkauft, der in den nächsten Jahren dort das Landesamt für Schule bauen will.


Der „Goldene Stern“ (Weißenburger Straße 19, heute: Mundart-Biofachgeschäft und Ärztehaus) geht auf das Jahr 1688 zurück und wurde seit 1734 als Bierbrauerei geführt. Wie aus den alten Urkunden hervorgeht, soll der Wirt 1749 einen türkischen Prinzen bewirtet haben, der sich auf Einladung des Markgrafen in der Stadt aufhielt. Johann Adam Baumgartner aus Aha und die Familie Wöllmer sowie deren Nachkommen sorgten für eine ungewöhnlich Konstanz in den Besitzverhältnissen, gefolgt von den Familien Röschel und Wucherer. Bei der Übergabe an Mathias Eiden erfolgte 1881 die Schließung der Braustätte und 1904 erwarb die Familie Spitzbart das Gasthaus, Wilhelmine Spitzbart drehte 1976 dem Bierhahn zu.


Auf eine lange Brautradition kann auch das Gasthaus Lehner in der Weißenburger Straße 24 zurückblicken. Die Gastwirtschaft gehört heute zu den gastronomischen Aushängeschildern Gunzenhausen. „Legendär“ sind die Lehner-Eigentümer seit 1867, vielen Menschen sind Simon und Emma Lehner sowie deren Sohn Oskar („Ossi“) ein Begriff. Während die Brauerei bereits 1924 an die Lederer-Brauerei in Nürnberg verkauft wurde, betrieben die Lehners die Mälzerei bis 1974 fort. Eine Begebenheit sticht hervor: Wirt Wilhelm Lehner musste sich im Inflationsjahr 1923 wegen der Nichteinhaltung der Sperrstunde verantworten und wurde zu 20000 Mark (!) Strafe oder fünf Tage Gefängnis verurteilt. Die Familie blieb nicht frei von Schicksalsschlägen: Sohn Simon verunglückte 1952 mit dem Bierlaster und „Ossi“ starb 2007 an den Spätfolgen eines schweren Motorradunfalls. Bis heute sind dessen Söhne Eigentümer der Liegenschaften.


Sommerkeller waren Ausflugsziele

Der bayerische König Maximilian I. verfügte 1812, wonach die Brauereien einen „Freiluftausschank“ vornehmen durften, jedoch der Verzehr von Speisen war untersagt. Für die Gunzenhäuser war es ein sonntägliches Vergnügen, auf die Felsenkeller zu pilgern, von denen es insgesamt 24 am nördlichen Burgstallrand und am südlichen Reutberg gab. Einige hatten neben den Lagerkellern für Bier und Lebensmittel massive Gebäude zu gastronomischen Zwecken, etliche verfügten sogar über einen Kegelbahn und schön angelegten Lauben. Ab 1774 werden in den Annalen die ersten Brauer und Wirte genannt, die es sich leisten konnten, einen Felsenkeller zu unterhalten. In einigen Fällen war der Staatsforst der Vermieter, an den die Wirte den „Bodenzins“ zahlen mussten. Die Betreiber, allesamt Gunzenhäuser Wirte, wechselten häufig. Für die meisten bedeutete der technische Fortschritt mit eigenen Kühlmöglichkeiten in den Gasthäusern und Brauereien das „Aus“. Das benachbarte Diakonissenmutterhaus Hensoltshöhe nahm etliche nach und nach in ihren Besitz, die letzten wurden 1975 übereignet. Nur einige sind noch begehbar, die meisten wurden verfüllt oder sind aus Sicherheitsgründen nicht zugänglich. Zwei überstanden allerdings die Zeiten: der Röschelskeller und der Meyerhubers-Keller (heute: Waldschänke). Den Letztgenannten bewirtschaftete ab nach dem Krieg der unvergessene Gastwirt Jus Schwab (später: „Zum Bären“), danach bis zur Schließung 1954 Kollmann Bertelshofer, genannt „der Neecher“.


Mälzerei bis in die neunziger Jahre

Autor Lothar Hiemeyer übersieht in seinem Werk auch nicht die Mälzereien, denn nicht alle Brauereien leisteten sich zugleich eine Darre und den aufwendigen Betrieb derselben. Nur die Postbräu, Engelbräu sowie die Brauereien Röschel und Lehner verarbeiteten selbst die Braugerste. 1865 kam mit der Malzfabrik Eidam (Bahnhofstraße) ein professionelles Unternehmen dazu, das allerdings 1919 schließen musste. Friedrich Huss errichtete auf dem Gelände der abgebrannten Dampfmühle in der Ansbacher Straße eine neuartige Mälzerei, die 1927 in die Hände von Otto Probach überging. Bis in die neunziger Jahre produzierten vier Probach-Generationen, seit Jahren werden die Gebäudlichkeiten vom neuen Besitzer abgebrochen. Bereits 1974 schloss Oskar Lehner die Mälzerei in der Weißenburger Straße.

Werner Falk

 

 

Lothar Hiemeyer: „Geschichte der alten Brauereien, Felsenkeller und Mälzereien in Gunzenhausen“; 390 Seiten; ISBN 978-3-87707-253-0; Vorwort von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und Stadtarchivar Werner Mühlhäußer; erschienen in der Verlagsdruckerei VDS Schmidt in Neustadt/Aisch. In den Gunzenhäuser Buchhandlungen ist das Buch für 39 Euro erhältlich.

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