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Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 500 Milliarden Mark
Foto: Marktplatz (Palais)
Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 500 Milliarden Mark

Eine unerwartete Begegnung

von Manuel Grosser

Zu sehen sind die Hügel Galiläas und Kfar Vradim. Bild: Matthias Knoch

Anlässlich des Jubiläumsjahres freut sich die Stadt Gunzenhausen im Sommer auf die Begegnung mit einem Jugendorchester aus Israel. In Kfar Vradim bereitet sich das dortige Jugendorchester auf einen Besuch in Gunzenhausen vor. Kfar Vradim liegt im Nordwesten Israels, nahe der libanesischen Grenze. Ein kleiner Ort mit etwa 7000 Einwohnern in den Hügeln Galiläas. Es ist die Heimat von Ilan Katz. Seit Jahrzehnten setzt er sich für Jugendbegegnungen und Schüleraustausch zwischen Israel und Deutschland ein. Auch jetzt im Ruhestand. In den letzten Jahren kam er regelmäßig an die Schulen Gunzenhausens und berichtete über das Leben und das Selbstverständnis Israels und der Menschen, die dort leben. Als ehemaliger Lehrer weiß er sehr gut mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen. Besonders gerne erinnert er sich an ein Gastgeschenk, das er bei solch einer Gelegenheit überreicht bekam – von Schülern und Schülerinnen der Wirtschafts- und Berufsschule: Einen Davidsstern aus Holz, gearbeitet von den Zimmerern, und eine Rose aus unterschiedlichen Legierungen von den Metallbauern. Er war sehr gerührt, denn Kfar Vradim bedeutet Rosenheim. Nun zieren die schönen Geschenke das Haus seiner Familie.

 

Da er die Bemühungen in Gunzenhausen um eine Verbindung nach Israel kannte, schlug er dem Dirigenten des dortigen Jugendorchesters die Reise nach Gunzenhausen vor. Und das im Jubiläumsjahr – im Jubiläumsjahr Gunzenhausens und im Jubiläumsjahr des Staates Israel. Für etwa eine Woche bereitet sich die Stadt Gunzenhausen auf die Jugendbegegnung und auf das gemeinsame Musizieren vor. Mario Hendreich, langjähriger Dirigent der Jugendblaskapelle und Musiklehrer an der Wirtschaftsschule ist mit Reuven Malach, dem Dirigenten des Israelischen Jugendorchesters, in Kontakt um Musikstücke, Instrumentierung und Konzerte vorzubereiten und abzusprechen. Er bereitet unsere jungen Musiker in einem eigens zu gründenden Projektorchester vor. Er bittet Kapellen, Orchester, Chorleiter und Musiklehrer, junge Leute bei uns anzuhalten, sich dem Projektorchester anzuschließen.  

 

Erster Bürgermeister Fitz und die Stadt Gunzenhausen unterstützen das Projekt. „Wenn junge Leute sich kennenlernen und Freunde werden können, vergessen sie diese Freundschaft auch als Erwachsene nicht“, ist die Grundhaltung des Bürgermeisters. Vielleicht kann sich mit Kfar Vradim eine stetige Verbindung entwickeln. Die Jugendbegegnung und das gemeinsame Musizieren vom 25. – 31. Juli 2023 könnte der Setzling dieser Beziehung sein.

 

Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz bittet die Bürgerinnen und Bürger um Gastfreundschaft für diese Tage. Denn die jungen Musikerinnen und Musiker aus Israel sollen bei Gastfamilien wohnen. Koordiniert und vorbereitet werden die Familien durch Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher. Dieser beantwortet gerne Rückfragen unter Tel. 09831/508 122 oder per E-Mail an stadtjugendpflege@gunzenhausen.de.  

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