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Heinrich Stark 1876 | Quelle: Stadtarchiv Gunzenhausen
Andreas Osiander | Quelle: Stadtarchiv Gunzenhausen
Heinrich Stark 1876 | Quelle: Stadtarchiv Gunzenhausen

Andreas Osiander

von Manuel Grosser

Andreas Osiander wurde am 19. Dezember 1498 in Gunzenhausen geboren und ist am 17. Oktober 1552 in Königsberg gestorben. Er studierte Theologie in Ingolstadt und wurde 1520 in Eichstätt zum Priester geweiht. Danach war er Hebräischlehrer am Augustinerkloster zu Nürnberg, wo er mit Luthers Lehre in Berührung kommt. Aufgrund seiner reformatorischen Gesinnung wird er 1522 als Prediger an die Lorenzkirche berufen.

Osianders Einsatz um Durchführung des Abendmahls in beiderlei Form, Ausarbeitung der Leitartikel zum Nürnberger Religionsgespräch als Grundlage zur Einführung der Reformation in der Reichsstadt und Beteiligung am Aufbau einer evangelischen Kirchenordnung sind ausschlaggebend für seine herausragende Stellung als Reformator.

Die Entscheidung des Rates, eine dem kaiserlichen „Augsburger Interim“ entsprechende Gottesdienstordnung einzuführen, veranlasste Osiander 1548 einem Ruf Herzog Albrechts von Preußen als Professor der theologischen Fakultät nach Königsberg zu folgen. Dort sind seine letzten Lebensjahre geprägt von zahlreichen theologischen Auseinandersetzungen, die als „Osiandrischer Streit“ in der Geschichte bekannt wurden.

Werner Mühlhäußer

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